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Darum ...

Wir leben hier in Mitteleuropa in einer Kultur, welche der individuellen Freiheit und Selbstverwirklichung der eigenen Persönlichkeit eine Fülle von  Möglichkeiten eröffnet, wie es sie zuvor kaum je gegeben hat ... und das ist gut so! 
Kaum jemand fühlt sich heute noch leidvoll in seiner individuellen Entwicklung eingeschränkt durch gesellschaftliche Verpflichtungen gegenüber der Familie, Verwandtschaft, Dorfgemeinschaft, Tradition, Religion etc. 
Es gibt Rentenversicherungen, Krankenkassen und jederzeit ärztliche Versorgung, Pflegeheime, Kindergärten, Schulen, Arbeitgeber, Finanzdienstleiter, Geburtshilfe und Bestattungsunternehmen, die uns die meisten menschlichen Verpflichtungen und früher notwendigen zwischenmenschlichen Kontakte abnehmen können ... und auch das ist gut so!
Kaum einer wird heute noch im Zusammenleben zu "menschlicher Nähe" oder moralischer Uniformität gezwungen, so wie wir es aus Erzählungen oder Filmen aus alten Zeiten oder fernen Ländern kennen, wo Menschen so eng aufeinander leben, dass es geradezu unmöglich ist den Körperkontakt mit anderen Menschen zu vermeiden.

Aber so wie es früher vielleicht ein "Zuviel" und noch dazu oft eine erzwungene menschliche Nähe gab, gibt es in unserer Kultur mittlerweile zunehmend  einen Mangel an menschlicher Nähe und liebevollem Körperkontakt.

Um sich als ein besonderes Individuum zu erleben und sich selbst zu verwirklichen bedarf es der Abgrenzung und Distanz zu möglichst vielen anderen Individuen, das ist klar, ... Diese Abgrenzung wird dann auch bald körperlich erfahren:  Die Abgrenzung hinter der laut Werbung so bedeutsamen Fassade von Schminke, Kleidung, Auto, Wohnung und Verhaltensmustern macht mich besonders -  und sondert mich zugleich ab. 
Wer sucht denn per Institut nach dem "Elitepartner" und warum braucht es dafür eine Service-Einrichtung?

Ein Säugling der keine körperliche Berührung erfährt, verkümmert oder stirbt sogar, ... verschwindet dieses Grundbedürfnis nach Berührung denn mit dem Älterwerden einfach vollständig?

Gefühlte Einsamkeit und Ausgrenzung schwächt das Immunsystem und auf Dauer sogar (psychisch) krank machen, das erscheint offensichtlich zu sein.  Was kann dann umgekehrt wohl die Erfahrung einer annehmenden, liebevollen Berührung bewirken?